FAQ über Montelibero

Theoretische Fragen

1Was bedeuten die Bezeichnung des Projektes und das Projektlogo?

Die Bezeichnung „Montelibero“ ist eine Verschmelzung aus dem Namen des Landes, wo das Projekt realisiert wird, und aus seinem Ziel: Vergrößerung des Freiheitsraums. Das Logo zeigt einen schwarzen Berg (was ebenfalls direkt auf das Projektland hindeutet), der aus einem dezentralisiertem Netz besteht, einem modernen Symbol der Freiheit, wo alle Prozessteilnehmer gleichberechtigt und durch den freiwilligen Austausch miteinander verbunden sind, sodass keiner über den anderen dominiert. In der Bezeichnung ist ein direkter Verweis auf Projekt unserer Kollegen aus der USA in New-Hampshire enthalten, wessen Initiative als Vorbild für unser Projekt diente, um ihnen Respekt für ihre Bemühungen zu zollen.

2Was wollen Sie erreichen?

Unser minimales Programm besteht darin, ein angenehmer Lebensraum für Menschen mit gemeinsamen Wertvorstellungen zu erschaffen, dabei die Vorteile aus der Kooperation vieler Gleichgesinnter für jeden Teilnehmer zu nutzen. Gemeinsam ist es einfacher, die Freiheit von jedem von uns zu verteidigen und zu erweitern. Um wenige Kompromisse mit eigenem Gewissen eingehen zu müssen, bevorzugen wir dies mit Gleichgesinnten am selben Ort zu tun.

Unser optimales Programm ist es, nicht nur in einem komfortablem Ort zusammen mit Gleichgesinnten zu wohnen und zu arbeiten, sondern auch hiesige Gemeinschaft der Freiheitsstifter zu unterstützen, die Institution des freien Austauschs und lokaler Selbstverwaltung aufzubauen. Durch die Konzentration der Bemühungen vieler Gleichgesinnter aus verschiedenen Länder in einem kleinen Land werden spürbare positive Veränderungen sichergestellt, die als anschauliches positives Beispiel zum Übernehmen in der ganzen Welt dienen können.

Unser maximales Programm besteht darin, unseren Montenegrinischen Gleichgesinnten zu helfen, ihr Land zum Vorreiter der Modernisierung und Freiheitsreformen zu machen, es in ein neues Europäisches Hongkong zu verwandeln oder sogar besser, es als erstes in eine qualitativ andere Epoche der ausschließlich freiwilligen unabhängigen Assoziationen und vertraglichen Jurisdiktionen einzusteigen, und dadurch ein Modell zum Nachahmen zu erstellen.

3Wie kann man größere Freiheit im Projekt mit der Zeit erreichen?

Das FSPE-Projekt hat, im Vergleich zu seinem Beispiel in den USA, ein Vorteil: die lokale Unabhängigkeit. Diese erlaubt uns, das volle Potential der Freiheit zu entfalten. Gleichzeitig stellt das ein Problem dar, dass die Einwanderer zumindest die ersten 10 Jahre der Naturalisation kein Wahlrecht haben. Das wird allerdings auch nicht benötigt: Im Land gibt es genug unsere talentierte Gleichgesinnten, wir brauchen nur ihnen zu helfen und nicht selbst um jeden Preis zu Politikern werden oder wählen dürfen. Uns ist die Wichtigkeit des Selbstbestimmungsrechts des Volkes bekannt, auch ist uns klar, wie fragwürdig ist es, den Willen der stimmberechtigten Staatsbürger durch die Meinung der fremden Einwanderer zu ersetzen. Unsere Meinung werden wir niemandem aufzwingen.

Wir haben eine klare Vorstellung darüber, wie wenig Menschen in jedem Land tatsächlich sozial aktiv sind und wie groß der Einfluss dieser Minderheit auf die ganze Gesellschaft sein kann. Die 3,5-Prozent-Regel (https://www.bbc.com/future/article/20190513-it-only-takes-35-of-people-to-change-the-world) für gewaltlose Veränderungen funktioniert eindeutig. Demzufolge sollen die hiesigen Aktivisten eine Bürgerbewegung mit ca. 20 000 Mitgliedern mit unserer Hilfe aufbauen, um die wesentliche Veränderungen zum Guten, zu größerer Freiheit in Montenegro anzustoßen. Das ist eine schwere, aber keine unmögliche Aufgabe, besonders wenn dafür die Ressourcen vieler Freiwilliger aus vielen Länder der Welt auf einem Punkt konzentriert werden.

4Was verstehen Sie unter Freiheit?

Die Freiheit wird in der Regel auf zwei unterschiedliche Weise betrachtet: Zum einen als eine negative Freiheit („frei von“), also das Abwesenheit von Zwang; zum anderen als positive Freiheit („frei für“), also als Möglichkeit, etwas zu tun. Dies setzt voraus, dass dafür notwendige Ressourcen vorhanden sind, was wiederum eine aufgezwungene Umverteilung dieser hervorruft, und somit die Einschränkung der negativen Freiheiten vom Zwang herbeiführt. Dies löst den bekannten Konflikt und ständigen Kampf dieser Freiheitsformen gegeneinander.

Praktisch betrachten wir diese Entgegenstellung als nicht sinnvoll: ein Hungriger, der keinen anderen Zwang verspürt als Hunger und deswegen jede Arbeit annimmt, kann kaum als frei betrachtet werden, genauso wenig, wie ein satter Sklave im Käfig. Uns scheint es wichtig zu sein, beide diese absurden Extremfälle zu vermeiden und die Aufmerksamkeit auf die Methoden der Herstellung der Freiheit richten. Auf diesem Weg sollen die Gewalt und der Zwang minimiert, aber die Solidarität und Wohltätigkeit keinesfalls ausgeschlossen werden, um die Nötigung in einer oder anderen Form zu vermeiden.

Wir verstehen, dass individuelle Freiheit in Kooperation mit anderen Menschen entsteht, basierend auf den Rechten, die sie einander gewähren. Deswegen, wenn wir wollen, dass unsere Rechte respektiert und beachtet werden, sollen wir uns mit Wissen und Willen zu hohen sozialen Standarten der Verantwortung und Wohltätigkeit aufbürden, wohl wissend, dass einen Arbeitslosen zu beschäftigen und einen Analphabeten zu lehren wesentlich günstiger und letztendlich einfacher ist, als sich gegen diese verteidigen zu müssen.

Wenn wir gegenüber den weniger geschützten und ärmeren Gesellschaftsmitgliedern keine Verpflichtungen haben, so haben auch diese keine Verpflichtungen uns gegenüber. Dann sind sie nicht verpflichtet, unsere Eigentumsrechte und Handlungsfreiheiten zu respektieren.

Aus diesem rein philosophischen Grund, aber auch aus politisch-technologischen Überlegungen (die Gegenposition ist marktwirtschaftlich nicht überlebensfähig) empfehlen wir unseren Gleichgesinnten alle Positionen des politischen Spektrums zu vermeiden, mit Ausnahme der radikalen politischen Mitte, die sowohl linke als auch rechte Positionen vereint – unter einem einzigen Grundsatz: dem Verzicht auf Praktiken der aggressiven Gewalt und dem gemeinsamen Ziel, die Gesellschaft in Richtung der Erweiterung der lokalen Selbstverwaltung, direkten allbürgerlichen Eigentums (statt Staatseigentum) und ebenfalls direkter Steuerung zu verändern. Diese Veränderungen führen zur Stärkung des Handlungsspielraums für Freiheiten jeder Form und Interpretation, denn sie alle erfordern die Unabhängigkeit der handlungsfähigen Persönlichkeit und ihre Assoziationsfreiheit, inklusive der Freiheit, die Assoziationen zu vermeiden.

5Wer steht hinter dem Projekt?

Die Idee einer politisch motivierten Umsiedlung, die wir umsetzen wollen, ist nicht neu. Politische Migranten existieren seit Bestehen der Politik, einschließlich koordinierter Migranten, da nicht nur klimatische, sondern auch politische Gründe die Menschen dazu bewegten, Auswanderer zu werden und jahrhundertelang aus dieser Rolle heraus mit den Einheimischen und untereinander zusammenzuarbeiten.

Was konkret unsere Initiative betrifft, entstand sie auf der Grundlage der russischsprachigen Gemeinschaft von Panarchisten, d.h. Befürworter der Generalität der Macht oder der Machtverteilung. Weitere Informationen zu deren Ansichten finden Sie hier https://panarchy.ru/ (rus). Die ersten Siedler in Rahmen unserer Initiative waren ein junges Ehepaar aus Kiew (@lss_me und @polina_ntm in Telegram).

Unsere Gemeinschaft besteht aus gleichberechtigten Mitgliedern, es gibt keine Sponsoren oder Leiter, jeder kann sich ihr anschließen und eigene Initiative oder Kritik äußern. Da die Gemeinschaft kein gemeinsames formalisiertes Management und keine allgemeine wirtschaftliche Aktivität hat, hat sie auch keine Leitungsgremien. Wir sind ein dezentrales Netzwerk von Aktivisten, dessen Zusammensetzung in einem seiner Sprachchats über Telegram eingesehen werden kann. Wer möchte, kann durch Gruppenbeitritt zum Aktivisten des Projekts werden, und diese Aktivisten koordinieren ihre Bemühungen, soweit es ihnen zeitlich passt. Aufgaben werden von Freiwilligen in einem offenen Modus über diese Plattform https://trello.com/b/ZkdtrCbi/free-society-in-europe initiiert und verteilt. Jeder kann dieser Plattform über diesen Link beitreten: https://trello.com/invite/b/ZkdtrCbi/bb2493cc6494f5764abdf8be91392a86/free-society-in-europe.

6Haben Sie einen konkreten Plan?

Wir verstehen, dass in einer Gleichung mit so vielen Unbekannten die Planung eine undankbare Aufgabe ist, aber ohne engen Fristen und übermäßigen Details sieht die gewünschte Entwicklung der Ereignisse folgendermaßen:

  1. Gleichgesinnte erklären ihre Absichten und konsolidieren sich in den Projektkoordinierungskanälen. Für russischsprachige Teilnehmer - hauptsächlich unser russischsprachiges Hauptnetzwerk: https://t.me/Seasteading_EastEurope, für englischsprachige Gleichgesinnte: https://t.me/FSPE_Montenegro oder im Chat in Montenegrin: https://t.me/SDE_Montelibero.
  2. Die Teilnehmer ziehen an den Ort um und lassen sich nieder, sobald sie bereit sind; sie lösen ihre primären und alltäglichen Probleme. Die Hauptaufgabe der Gemeinschaft ist es, ihnen nach Möglichkeit zu helfen.
  3. Wenn in Montenegro eine lebensfähige lokale Gemeinschaft von Gleichgesinnten entsteht, werden überschüssige Ressourcen nach Möglichkeit gezielt eingesetzt, um die libertären, subsidiären und demokratischen Gemeinschaften im Land zu stärken, ihre Organisation und Förderung zu verbessern.
  4. Im Rahmen der Unterstützung lokaler Emanzipationsinitiativen werden spezifische Programme für rechtliche Änderungen vorgeschlagen und gefördert, die auf die Erweiterung der individuellen Souveränität im Land abzielen. Parallel werden die notwendigen begleitenden und vorausgehenden Reformen und Institutionen formuliert und erstellt, die sich hauptsächlich auf die Erweiterung der Kompetenzen der lokalen Selbststeuerung, Deregulierung des freiwilligen Austauschs und Förderung der dividendenbasierten, nichtstaatlichen Formen des Grundeinkommens für die Bürger des Landes abzielen.
7Haben Sie eine Steuerungsgruppe und Infrastruktur, um den Plan zu realisieren?

Aktuell wurde das Projekt bereits von einigen Leitfiguren der libertären NGOs in Montenegro und internationalen libertären Verbänden, auch von unseren Gleichgesinnten aus Hongkong und New-Hampshire, von dem ursprünglichen „Free State“ unterstützt.

Das Projekt hat ein vielfältiges Team verschiedener Spezialisten zusammengebracht, darunter Programmierer, Unternehmer, Ingenieure, Bauherren, Ärzte, Kryptofinanzspezialisten, Journalisten, Politikwissenschaftler u.v.m., alle mit langjähriger praktischer Erfahrung in verschiedenen Tätigkeitsfeldern, von Sozial- und Media-Projekten über Parteigründing bis hin zum öffentlichen Dienst.

Das Netzwerk von Medienstrukturen, die FSPE ständig unterstützen, ist noch nicht besonders groß und deckt nur ein paar tausend Zuschauer, aber die Arbeit in dieser Richtung ist erst am Anfang.

8Haben Sie finanzielle Organisation zur Projektunterstützung?

Ein internes Finanzsystem für digitale Zahlungen basierend auf der Dash-Kryptowährung wurde bereits bereitgestellt. Im Zentrum des Projekts stehen mehrere kleine, aber ausreichend motivierte Unternehmer, die in der Lage sind, die laufenden Betriebskosten des Projekts langfristig zu decken. Die Hoffnung auf die weitere Entwicklung des Projekts basiert vor allem auf der Entwicklung von Crowdinvesting-Technologien und auf dem Fokus auf kleine, aber mehrfache dezentralisierte Finanzierungen, die garantieren, dass das Projekt seine ursprünglichen libertären Ziele und Werte beibehält.


Alltagsfragen

1Nach welche Stadt fahren wir und warum?

Die Familie der ersten Siedler zog nach Budva und den anderen empfehlen wir ebenfalls, zunächst diese Gemeinde in Betracht zu ziehen. Als geografisches Küsten- und Touristenzentrum des Landes weist sie den höchsten Transitverkehr und eine wesentliche Anzahl von niedergelassenen Einwanderer und auch wohlhabenderen Einwohner auf, was zusammen dafür sorgt, dass diese Stadt breitere Beschäftigungs- und unternehmerischen Möglichkeiten für Einwanderer anbieten kann. Hier befinden sich unsere ersten lokalen Gleichgesinnten und ihre libertären gemeinnützigen Strukturen. Dazu kommt, dass diese Stadt sich am dynamischsten entwickelt und ist ästhetisch und infrastrukturell attraktiv, was uns praktisch keine andere Wahl lässt.

Wenn unsere Gleichgesinnten jedoch aus dem einen oder anderen Grund eine andere Gemeinde bevorzugen, werden wir natürlich jede ihrer Entscheidungen unterstützen und Bereiche der Zusammenarbeit mit ihnen überall in Montenegro finden, aber wir können ihnen das gleiche Unterstützungsangebot nicht garantieren, welches wir bei der Ankunft in Budva leisten könnten.

Solange wir uns jedoch nicht endgültig für den Ort unseres Hauptquartiers entschieden haben, kann sich die Prioritätsgemeinde noch ändern.

2Wie hoch ist die günstigste Miete?

Der Mietpreis ändert sich ständig und unterliegt saisonalen Schwankungen. Langzeitmietwohnungen sind natürlich deutlich günstiger. Während einer Pandemie kostet die Anmietung einer Einzimmerwohnung am Stadtrand von Budva (Stadtumfang beträgt ca. 3 km) derzeit 250 Euro pro Monat.

Die Hauptaufgabe der Projektinitiatoren besteht derzeit darin, Verfahren zu organisieren, mit denen die Kosten für die Anmietung von Wohnraum erheblich gesenkt werden können, um die Umsiedlung von größerer Anzahl Gleichgesinnten zu erleichtern.

Aber auch jetzt ist es möglich, Geld durch Wohngemeinschaften zu sparen. Um geeignete Mitbewohner zu finden und auszuwählen, können Sie diese Umfrage verwenden: https://t.me/Seasteading_EastEurope/10418

3Welche Sprache soll man lernen?

Die montenegrinische Sprache ähnelt sich der serbischen Sprache sehr, es wird lediglich das lateinische Alphabet verwendet, und etwa 5% der Wörter unterscheiden sich. Daher, wenn man den Verbreitungsgrad berücksichtigt, ist es einfacher, Serbisch zu lernen und dann Montenegrinisch aufzubauen. Aber auch andere verwandte Sprachen, die eher wie Dialekten klingen, sind geeignet, beispielsweise Bosnisch oder Kroatisch. Es gibt eine spezielle Gruppe für den Datenaustausch über das Erlernen der Sprache und die Diskussion über die zusammenhängenden Fragen: https://t.me/joinchat/ZyqNMWZPp0k5NjEy

4Wann findet der Umzug voraussichtlich statt?

Die ersten Siedler sind bereits vor Ort, wir rufen auch alle anderen zum Umzug in den Standort auf, sobald sie die Gelegenheit dazu haben. Je früher desto besser.

5Welche Unterlagen braucht man für den Umzug?

Pässe, Bildungszeugnisse, Heiratsurkunden und ein Führungszeugnis sind erforderlich, um den Einbürgerungsprozess einzuleiten und eine Beschäftigung bei einem örtlichen Arbeitgeber zu ermöglichen.

6Was nimmt man mit?

Es hängt von Ihrer Umzugsstrategie und Erwerbstaktik.

Man muss beachten, dass Dauermietverträge, insbesondere unter Berücksichtigung von Preisschwankungen aufgrund der Touristensaison, viel billiger als kurzfristige Verträge sind. Zur Sicherheit können Sie 300 € als monatliche Miete für 1-Zimmerwohnung annehmen. Wir möchten Sie jedoch daran erinnern, dass dieser Betrag radikal reduziert werden kann, wenn sie eine Wohngemeinschaft gründen oder sich einer anschließen. Sie können Mitbewohner finden, wenn Sie beispielsweise diese Umfrage verwenden: https://t.me/Seasteading_EastEurope/10418.

Die einfachste Form der einjährigen garantierten Legalisierung wird Ihnen 400 Euro pro Monat kosten. Weitere Informationen finden Sie hier https://montelibero.org/de/2021/03/21/methoden-der-legalisierung-des-aufenthalts-im-land/

Sie können Ihre monatlichen Lebensunterhaltskosten anhand der folgenden Daten zu den Verbraucherpreisen berechnen https://montelibero.org/de/2021/03/15/dom-u-morya/

Für die Ärmsten, Jüngsten und Entschlossensten gibt es Umzugsoptionen, deren Kosten tatsächlich nur aus Ticketpreis bestehen (die man auch sparen kann, beispielsweise durch das Trampen), wenn Sie bereit sind, sich als Freiwilliger bei örtlichen Unternehmen mit Vollpension zu verpflichten, hier finden Sie einige Varianten, zum Beispiel: https://www.helpx.net/host?geographicalRegion=Europe&country=Montenegro&advancedOptions=With%20Photo,&searchType=3&viewType=Grid&searched=true. Wenn man bereit ist, handwerklich zu arbeiten, ist es leicht über die Runden zu kommen. Strenggenommen, ist es logisch richtig, keine Zeit zu verlieren und mit der Adaptation in solch extremen Bedingungen anzufangen und parallel dazu adäquate Verdienstmöglichkeiten vor Ort zu suchen, anstatt in der Heimat dasselbe zu tun, vor allem, wenn es sich um einen (Neu)Anfang handelt. Hier und dort fängt man an, und es ist besser, dies mit anderen nützlichen Beschäftigungen vor Ort zu verbinden.

7Wie sieht es mit Arbeitsbeschaffung aus?

Wenn Sie weder ein eigenes Unternehmen gründen, noch sich bei einer der offenen Stellen innerhalb des Projekts bewerben, noch als Freiwilliger mit Vollpension aus der obigen Option oder als Freiberufler hierhin umziehen möchten, dann gibt es natürlich auch die Möglichkeit, nach einer freien Stelle auf einem der lokalen Portale zu suchen, die Stellenausschreibungen veröffentlichen:

https://www.zzzcg.me/

http://zaposli.me/

https://prekoveze.me/

In Anbetracht der Wichtigkeit der baldmöglichsten Integration der Mitglieder unserer kleinen Gemeinschaft in die hiesige Gesellschaft und der Adaptation vor Ort, empfehlen wir dringend, genau diese Option bei der nächsten Gelegenheit zu nutzen. Auch wenn Sie später planen, eine Fernarbeit anzutreten oder eigenes Geschäft zu eröffnen, Sie können den Arbeitsvertrag kündigen, dafür erleichtert Ihnen die Arbeitsperspektive im Zielland nicht nur die Entscheidung zum Umzug, sondern auch das Eintauchen in die hiesige kulturell-sprachliche Umgebung.

8Welche Steuern gibt es im Land?

Um unternehmerisch tätig zu sein, ist es vom Vorteil, sich im Land durch die Gründung einer Firma und Steuerentrichtung (ab 60€ monatlich) zu legalisieren. Außerdem sind wahrscheinlich folgende Steuern fällig:

Einkommenssteuer – 9%

MwSt – 21%, für sozial bedeutsame Waren (Lebensmittel und Lehrbücher, Vermietung) – 7%

9Ist Waffenbesitz im Land erlaubt?

Waffenbesitz in Montenegro ist für private Personen erlaubt, inkl. Waffengebrauch zur Selbstverteidigung. Das Land gehört zu den meist bewaffneten Länder Europas, hier sind 15 Waffen pro 100 Einwohner registriert. Dieser Wert erhöht sich ständig, ca. um 50% pro zehn Jahren. 2012 waren 12% der Haushalte bewaffnet (in Russland liegt dieser Wert unter 3%). Ohne Vorerfahrung sind den Bürgern ab 16 Jahren viele Waffentypen außer Automatikwaffen zugänglich. Genauer über Rechtsnormen zu Waffenbesitz kann man hier lesen: https://www.gunpolicy.org/firearms/region/montenegro

10Wie ist der Status der Kryptowährungen?

Sie werden gesetzlich nicht reguliert, folglich erlaubt und werden im Land frei benutzt. Da Montenegro keine Nationalwährung besitzt, gibt es Hoffnung, dass diese günstige Konstellation auch fortbestehen wird. Genauer wird über die Entwicklung dieses Gebiets im Land hier diskutiert: https://t.me/joinchat/gjKnqDEaaWQzYWQy 

Arbeit mit Gegenargumenten

1Was sind die Nachteile des Alltagslebens in Montenegro und was tun Sie dagegen?

Montenegro ist zumindest im Vergleich zu Osteuropa ziemlich teuer. Hier werden Sie für ein erfülltes Leben größeres Einkommen benötigen, als in den meisten anderen Ländern ausreichen würde, um normal zu leben. Als Lösung für dieses Problem (neben der offensichtlichen: ankommen, sich erfolgreich in die lokale Wirtschaft integrieren und mehr verdienen) arbeiten wir auch an Möglichkeiten, die Lebenshaltungskosten zu senken, vor allem durch die Organisation von erschwinglicherem Wohnraum für die Umsiedler, die am Projekt teilnehmen, und kostenlose Unterstützung bei ihrer Einbürgerung.

Anderes Problem des Landes besteht in einer schwach entwickelten Sozialinfrastruktur, sodass es für die Leute des Öfteren günstiger ist, in ein Nachbarland zu reisen, um dort eine oder andere Dienstleistung zu bekommen, anstatt das hiesige, meistens teurere und schlechtere Serviceangebote zu nutzen. Aber was für den Alltag und normale Migration ein Problem darstellt, betrachten wir, die Befürworter der freien Unternehmerschaft und Marktwirtschaft, als zusätzliche Marktnischen und Möglichkeiten für die Verwirklichung einer oder anderen Businessidee.

2Welche Risiken ihres Plans sehen Sie und was wollen Sie dagegen unternehmen?

Wir verstehen, dass die größte Schwachstelle des Projekts das Misstrauen gegenüber den Fremden seitens der lokalen Bevölkerung ist. Wir werden alles Mögliche unternehmen, um eine solche Reaktion zu vermeiden. Um dies zu erreichen, werden wir versuchen, direkte Aussagen und Kommentare zur Politik Montenegros zu vermeiden, indem wir diesen Anteil unseren Gleichgesinnten vor Ort überlassen, uns stattdessen darauf konzentrieren, ihnen zu helfen und sie durch unsere Freiwilligenarbeit zu stärken.

Ein weiteres Problem hängt damit zusammen, dass das politische Regime im Land verschlossen gegenüber den wesentlichen Veränderungen ist oder die lokale Mentalität nicht bereit ist, bestimmte Werte der Freiheit zu akzeptieren. Aber auch in diesem Fall wollen wir nicht verzweifeln, sondern werden einfach die rhetorischen und diskursiven Formen anpassen, bis die Reaktion darauf ausreichend effektiv ist.

Das nächste offensichtliche Risiko sind interne Streitereien und Spaltungen in unserer Community, eine Situation, die in sozialen Bewegungen äußerst häufig ist. Wir beugen dies vor, indem wir von Anfang an keine zentralisierten Strukturen und keine formellen Führungskräfte aufgebaut haben und uns auf dezentralen Lösungen innerhalb unabhängiger Initiativgruppen basieren. Eine ursprünglich dezentrale Netzwerkstruktur kann sich beliebig verzweigen, dies stärkt jedoch nur die Verwirklichung ihrer Ziele, was wir in Zukunft beibehalten wollen.

Das angewandte Risiko ist auch damit verbunden, dass wir keinen ausreichend großen und stabilen positiven Cashflow generieren können, damit die Massenumsiedlung weiterbestehen kann, wenn wir die derzeit eher schwierige wirtschaftliche Situation im Land betrachten, mit wenig Arbeit vor Ort, eher geschlossener Wirtschaft und dem gleichzeitig etwas teurem Leben. Bei der Lösung dieses Problems setzen wir zunächst auf die vorrangige Umsiedlung von Freiberuflern, die überall auf der Welt genug verdienen, um in Montenegro bequem leben zu können, sowie von Unternehmern, die Arbeitsplätze schaffen können, unter anderem für unsere Migranten, die ihrerseits solche Talente nicht haben.

3Montenegro wird bald der Europäischen Union beitreten, die für ihre penible Eurobürokratie und Paternalismus bekannt ist. Das ist alles andere, als eine freiere Umgebung. Ist es sinnvoll zu versuchen, in diesem pathologischen System etwas zu verändern?

Zur Konsolidierung unserer Bemühungen ziehen wir nur kleine, polyethnische Seeuferstaaten in Betracht, die dabei demokratisch regiert werden. Leider sind solche Staaten entweder bereits eurointegriert oder sind im Prozess der Eurointegration, daher ist unsere Wahl nicht besonders groß. Vielleicht kann man einen kleinen, demokratischen und nicht-ethnozentrischen Seeuferstaat ohne ernsthafter Perspektive der Annektierung durch die Nachbarn finden, aber auch in diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit der Umsiedlung einer überschwelligen Anzahl der Migranten extrem niedrig, aufgrund seiner Entfernung und logistischen Unkosten eines Besuchs.

Deswegen versuchen wir positive Seiten der möglichen Eurointegration Montenegros zu finden, und die gibt es:

- Der gemeinsame europäische Markt ist eine enorme Möglichkeit für Vertrieb und Heranziehung der Investitionen, Migranten und Innovationen in das Land. Sie können ziemlich sicher sein, dass der Preis für Immobilien in Montenegro nur weiter steigen wird, da die Zahl der europäischen Rentner, die in dieses sonnige Land ziehen, steigen wird.

- Die Aussichten auf eine europäische Integration werden die Umsiedlung von Menschen aus ganz Europa und anderen Teilen der Welt in das Land aufgrund des obigen Arguments erheblich vereinfachen.

- Die Verwaltungseinschränkungen und die geringe Legitimität der EU-Institutionen werden es diesen nicht erlauben, die nationalen Regierungen vollständig zu ersetzen, aber sie haben bereits angefangen, diese Regierungen zu schwächen, nicht nur zugunsten der fernen und schwach funktionierenden europäischen Bürokratie, sondern vor allem zugunsten der Zivilbevölkerung und der kommunalen Selbstverwaltung, deren maximale Stärkung unsere Priorität ist.

- Bleiben wir optimistisch und halten uns an den Glauben an die Perspektiven der adäquaten Reformen in EU, z.B. ihre Umwandlung in funktionellen Föderalismus, bei dem die Bürger – ohne ihren Wohnsitz ändern zu müssen – die Jurisdiktionen und damit verbundene Abgaben sowie rechtliche Regulierung ihrer Tätigkeit wechseln könnten, dann kann EU zu einem vielversprechenden Ort werden. Dann werden die lokalen Erfolge und ein gutes Beispiel in einem mit ihm verbundenen kleinen und dafür offenen Land ermöglichen, diesen Prozess europaweit, und somit auch weltweit erheblich zu beschleunigen.

4Kann Ihr Plan scheitern und was werden Sie dann tun?

Wir haben bereits einen durch unsere Kollegen theoretisch ausgearbeiteten „Plan B“, der in diesem Chat entwickelt wird: https://t.me/joinchat/mocCrtvhDzxiZWY0. Für seine Realisierung wird eine Mobilisierung erheblich größeren Ressourcen zum selben Zeitpunkt notwendig. Mit dieser Möglichkeit im Sinn, haben wir vor, uns am Wasser niederzulassen und aktiv die Schifffahrt zu entwickeln, denn dieser Plan beinhaltet folgendes:

  1. Erschaffung eines virtuellen Staates in Form einer Konföderation der unabhängigen Individuen.
  2. Ressourcenmobilisierung in dessen Rahmen für die Meeresforschung im Neutralgewässer.
  3. Identifizierung von Unterwassererhebungen, die außerhalb der kontinentalen Schelfgebieten und Hoheitsgewässern liegen, knapp keine Insel bilden, von welchen es eine Menge gibt; Bestimmung, welche von diesen uns optimal passt.
  4. Erschaffung darauf einer künstlichen Insel oder daneben einer schwimmenden Insel, Aufbau darauf einer Lebensversorgungsinfrastruktur und ständiger Bevölkerung.
  5. Formulierung des territorialen Anspruchs seitens der Konföderation auf diese Insel, Transformation der virtuellen Konföderation in einen realen Staat.
  6. Weiterer Auf- und Ausbau dieser Siedlung parallel zu einer diplomatischen Kampagne zur Anerkennung dieses Territoriums als souveränes Land durch andere Staaten.
  7. Anschließende Entwicklung und Export von Modellen, die in dieser Konföderation entwickelt wurden, falls sie eine nachhaltige Lebens- und Wettbewerbsfähigkeit, durch die maximale Entfaltung des persönlichen Potenzials jedes einzelnen Mitglieds, erreicht.

Aktuell wird diese Richtung im Hintergrund als Nebenzweig erarbeitet, wenn wir aber eindeutige Signale der alternativlosen Unerwünschtheit der Fortsetzung unserer Bemühungen zur institutionellen Entwicklung Montenegros empfangen, werden wir unsere Prioritäten in diese Richtung vershieben.